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  • Plastik in der Biotonne


    Aussortieren treibt die Verarbeitungskosten in die Höhe

     

    Niddatal. Kunststoffe im Bioabfall bereiten der Abfallwirtschaft Wetterau Probleme, herkömmliches Plastik genauso wie die kompostierbaren Plastiktüten. Alle müssen aufwendig aussortiert werden. Dadurch entstehen Kosten, die die Gebühren für den Bioabfall in die Höhe treiben. Deshalb appelliert der Niddataler Bürgermeister Dr. Hertel an die Bürger: „Bitte keine Kunststoffe in die Biotonne werfen.“

     

    Es gibt Verkaufsschalen für Fleisch, Trinkbecher und Abfallbeutel, die aus biologisch abbaubaren Kunststoffen hergestellt werden. Die kompostierbaren Plastiktüten werden gerne verwendet, weil sie praktisch sind und die Biotonne sauber bleibt. Die Verbraucher wähnen sich auf der biologischen Seite, weil die Bio-Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und Weizen hergestellt werden. Der Kauf ist verlockend, für die Abfallwirtschaft Wetterau sind die kompostierbaren Plastiktüten in der Biotonne aber genauso unerwünscht wie herkömmliche Plastiktüten. Sie werden beim Kompostieren im Humus- und Erdenwerk aussortiert.  

     

    Dr. Hertel: „Die Biobeutel sind optisch kaum von anderen Plastiktüten zu unterscheiden. Sie werden als Störstoffe vollautomatisch aussortiert und werden anschließend in einer Verbrennungsanlage thermisch verwertet.“ Die Bio-Kunststoffe haben noch einen wesentlichen Nachteil: Der Zersetzungsprozess währt zu lange. „In der Anlage ist die Verweildauer des Komposts nur zehn Wochen. Bis dahin sind die Bio-Kunststoffe nicht sicher abgebaut“, sagt Dr. Hertel.

     

    Auch herkömmliche Kunststoffe landen immer wieder im Bioabfall: Plastik-Einkaufstüten werden als Tüten für den Bioabfall verwendet, verschimmeltes Toastbrot wird mitsamt Plastikbeutel in die Biotonne geworfen, verdorbene Wurst mit der Plastikfolie, Joghurt mitsamt Becher...

     

    Um die herkömmlichen wie die Bio-Kunststoffe auszusortieren, muss der Bioabfall und später der Kompost zweimal durch ein engmaschiges Sieb wandern, jede Masche nur zwölf Millimeter groß. Dadurch wird auch wertvoller Kompost ausgesiebt, der mit den Kunststoffen teuer als Restmüll entsorgt werden muss. „Die Zusatzkosten sind vermeidbar“, sagt Dr. Hertel. Wer Kunststoffe in die Biotonne werfe, treibe die Verarbeitungskosten in die Höhe.

     

    Wer seine Biotonne sauber halten möchte, der kann Speisereste und anderen biologischen Abfall problemlos in Zeitungspapier verpacken oder die Papiertüten verwenden, die speziell dafür im Handel angeboten werden (Komposttüten). „Papier stört bei der Verarbeitung zu Kompost nicht, weil es sich schnell zersetzt“, erklärt Roth.

     


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